Die meisten Eltern machen sich gar keine Gedanken mehr darüber und schenken Ihren Kleinen wahllos Spielzeug zu Weihnachten. Dabei könnten sie möglicherweise viel sinnvollere und lohnendere Geschenke für ihre Kinder finden.
So oder ähnlich sahen Gesellschaftskritiker wahrscheinlich die Geschenkgewohnheiten der Deutschen noch vor zehn Jahren. Heutzutage muss man Eltern dafür loben, wenn sie ihren Kindern materielles Spielzeug schenken, denn der Trend zeigt eindeutig, dass fast ausschließlich virtuelles Spielzeug von den Kindern gewünscht wird.
Damals war Spielzeug auch noch sehr geschlechterspezifisch und die Wünsche der Mädchen gegenüber der der Jungs klafften weit auseinander. Auch heute haben Mädchen andere Spielzeug-Favoriten als Jungs, aber das Medium ist nach und nach dasselbe geworden. Noch vor fünf Jahren hatten Mädchen überhaupt nichts mit technischem Spielzeug am Hut, doch heute sind Mädchen teilweise technikversierter als die Jungs.
So wünschen sich die Kinder von heute immer mehr elektronisches Spielzeug und am meisten virtuelles Spielzeug. So stehen nicht mehr die greifbaren Puppen und das materielle Spielzeug von den Trendmarken Prinzessin Lillifee und Capt´n Sharky ganz oben auf den Wunschlisten, sondern vielmehr die Computerspiele mit diesen Fabelhelden.
Die Entwicklung ist allerdings mehr als bedenklich und Kinderpsychologen raten Eltern strikt davon ab sich den Wünschen ihrer Kinder zu beugen, denn der Einfluss von Spielzeug ist besonders erheblich. So werden normalerweise über Spielzeug erste Kontakte geknüpft und anhand von Spielzeug werden Verhaltensregeln etabliert.