Im pfälzischen Föhren treibt ein diebischer Fuchs sein Unwesen. Des Nachts streift er um die Häuser und sucht nach im Freien abgestellten Schuhen. Schon im vergangenen Jahr war er unterwegs und hat mehr als 200 Paar Schuhe entwendet. Da fragt man sich, was der Dieb mit all diesen Schuhen macht. Manche Einwohner vermuten, er nutzt das Diebesgut als Spielzeug für seine Jungen. Jetzt geht er wieder verstärkt um, denn der Frühling scheint seine Hauptbeutezeit zu sein. Auch im letzten Jahr war er hauptsächlich zu Beginn des Jahres unterwegs.
Bei der Wahl seiner Beute ist der Fuchs nicht wählerisch. Er nimmt mit, was zu finden ist. Ob Pumps oder Gummistiefel, sie sind ihm genauso lieb wie ausgetretene Gartenschuhe. Der räuberische Fuchs schleppt einfach alles in den Wald. Dort wurde letztes Jahr seine Beutehöhle gefunden und ausgeräumt. Die Besitzer der Schuhe freuten sich, ihre guten Stücke wieder zu haben. Die Freude währte allerdings teilweise nicht lange. Die ersten Schuhe sind erneut abhanden gekommen. Wer nicht schnell genug ist, der büßt in Föhren eben seine Schuhe ein. Gut ist, dass die Einwohner nun genau wissen, wo sie nach ihren Schuhen suchen müssen.
Der Waldbesitzer ist sich sicher, dass es sich bei dem diebischen Fuchs um eine Dame handeln muss. Warum? Es liegt auf der Hand, dass kein Mann so viele Schuhe gebrauchen kann. Nicht einmal ein Fuchs zum Bespaßen seiner Jungen.