Kaum einer geht gern zum Arzt oder gar ins Krankenhaus. Denn mit diesen Orten und Personen verbinden wir in der Regel negative Dinge wie Krankheit, Schmerzen oder sogar den Tod. Somit begibt man sich schon mit einem schlechten Bauchgefühl in eine Arztpraxis. Bei manchen Menschen sorgt diese negative Assoziation dafür dass erst wenn die Schmerzen unerträglich werden ein Arztbesuch in Erwägung gezogen wird. Klar dass dann die Krankheit schon fortgeschritten ist und die Aussicht auf schnelle Genesung entsprechend geringer als bei einem frühzeitigen Besuch. Die Atmosphäre in Arztpraxen und Krankenhäusern verstärkt diese Neigung noch. Stets kühl gehalten, ohne jegliche Dekoration und absolut steril. Weiße Wände und helles Neonlicht sorgen nicht gerade für ein Wohlfühlambiente. Das haben auch Krankenkassen und die Ärzte selbst entdeckt und begonnen die Räumlichkeiten freundlicher zugestalten. Anstatt kahlen und weißen Wänden werden nun freundliche Farben und sogar Bilder zur Auflockerung der Atmosphäre verwendet. Auch die Beleuchtung wurde freundlicher und in manchen Privatkliniken findet man mittlerweile sogar ganze Grünanlagen innerhalb des Gebäudes. Diese Maßnahmen sollen dazu führen das die Patienten schneller genesen und damit die Kosten gesenkt werden können. Doch allein bei der Dekoration bleibt es hier nicht, sogar bei den medizinischen Instrumenten wird mittlerweile darauf geachtet das diese weniger kühl aussehen, so sorgt zum Beispiel ein farbiger Reflexhammer für bedeutend weniger Angst als ein gleiches Produkt aus reinem Edelstahl. Alles zum Wohle des Patienten, er soll sich wohler fühlen und nicht ausschließlich negative Gedanken haben wenn er ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis betritt. Zumal diese Assoziationen im Grunde genommen völlig unberechtigt sind, Ärzte sollen schließlich die Gesundheit erhalten oder im Krankheitsfall wieder herstellen.