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Mrz
25
Posted (Mel.Zw) in Lifestyle on März-25-2010

Etwa ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit Louis Réard zum ersten Mal seine Modebombe, den Bikini vorstellte. Kurz nach der Zerstörung des Bikini-Atolls durch amerikanische Atomtests, patentierte Réard seine Zeichnungen und hatte Probleme damit, ein Modell für seine Erfindung zu finden. Schließlich schickte er Nackttänzerin Micheline Bernardine mit dem Bikini bekleidet in Paris über den Laufsteg und markierte den Anfang des Bikini-Zeitalters, des Zeitalters moderner Bademode. Aber es mußte noch einige Zeit vergehen, bis sich der Bikini in der Bademode durchsetzen konnte – und nicht nur die Lockerung gesellschaftlicher Sitten war nötig, auch Einflüße in der Modewelt waren anfangs dem Bikini zuwider. Das Idealbild der Frau mit runden Hüften, Wespentaille und vollen Brüsten war in einem Zweiteiler nicht zu erreichen – so die Frauenzeitschriften der Zeit. Erst in den 60er Jahren setzte sich der Bikini endgültig durch und seit dem gab es zahlreiche Experimente, um die Form weiter zu entwickeln.

Die wohl extremste Form, die auf dem Bikini aufbaut, ist der brasilianische Micorbikini, der sogenannte „No“-Kini, bei dem das Material aufs extremste reduziert ist. Er bedeckt gerademal die Nippel und die Scham mit wenigen Quadratzentimetern Material und ist wahrscheinlich der extremste Bikini überhaupt. Eine weitere extreme Variante ist der sogenannte Monokini, ein Badeanzug ohne Oberteil, der die Brüste also unbedeckt läßt. Auch der Bikini aus durchsichtigem Material, der sogenannte Seekini, wurde schon auf dem Laufsteg oder am Strand gesehen. Eine Bikinivariante, die etwas mehr Haut bedeckt, ist der Tankini – bestehen aus einer Bikinihose und einem Tanktop. So will man die Vorteile des Einteilers mit der Bequemlichkeit des Zweiteilers verbinden, denn im Falle des Tankinis muß man nicht mehr den ganzen Badeanzug ausziehen wenn man die Toillette benutzen muß – wie im Falle eines normalen Einteilers.



 
Feb
18
Posted (Mel.Zw) in Lifestyle, Freizeit on Februar-18-2010


Schaffe schaffe, Häusle baue und nitt nach dem Madle schaue – auch wenn diese Weisheit noch einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, Stuttgarter Singles halten sich schon lange nicht mehr daran. Hier wird in den Clubs geflirtet, bis die Balken krachen. Ein echtes Paradies für Singles, ein Albtraum für verheiratete Frauen und örtliche Bausparkassen.

Single Männer und Frauen in Stuttgart haben eine große Auswahl an potentiellen Partnern, nicht zu vergleichen mit Berlin oder Hamburg. Das Einzugsgebiet reicht von Heilbronn bis zum Bodensee, dazwischen sind nur die Tübinger, die sich auch mal den einen oder anderen Mann oder die eine oder andere Frau schnappen wollen. Ideale Vorraussetzungen, für Männer wie Frauen, im Internet oder in der Disco beim Tanzen jemanden kennen zu lernen, der ebenfalls Single und auf der Suche nach dem passenden Mann oder Frau ist.

Während man als Single in Stuttgart in den verschiedenen Clubs recht gut jemanden ansprechen kann, sollte Mann oder Frau das auf der Straße nicht versuchen. Das Misstrauen gegenüber fremden muss der Schwabe erst mal in einem Schluck Alkohol auflösen, bevor er richtig locker wird. Nach außen hin bewahren Mann und Frau im Schwabenländle lieber Haltung, es könnte ja immer sein, dass man einem Neigeschmeckten auf den Leim geht. Das sind die Leute, die nicht auf eine 300-jährige schwäbische Familientradition zurückblicken können und die Maultaschen für ein Reiterutensil halten. Für den echten Schwaben, egal ob Mann oder Frau, undenkbar, sich in so einen zu verlieben.

Die vornehme Zurückhaltung der Stuttgarter sollten Single Mann und Frau nicht zu ernst nehmen, es ist eher eine Schwäche als wirkliche Arroganz, steht der Stuttgarter doch unter einem größeren Leistungsdruck, als andere Großstädter. Sindelfingen und Zuffenhausen (für die Ahnungslosen, hier produzieren Porsche und Mercedes) sind Anreiz und Pflicht zugleich. Während Mann in Berlin auch mit einem VW-Bus vorfahren darf, vorrausschauend, dass ja auch die gemeinsamen Kinder irgendwann Platz brauchen, ist dem Stuttgarter Single Mann dieses preiswerte Vergnügen versagt. Hier muss es schon ein SLK oder ein 911er sein, wenn die Angebetete nicht zum Kreise der Kunsthistorikerinnen oder Archäologiestudentinnen zählt.