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Januar 27th, 2008 um 14:51

Wie steht es eigentlich um Powerline?

» von kc33 in: Internet

Wenn es um den Anschluss an das Internet geht, dann spielt in der Regel der Telefonanschluss die Hauptrolle hierbei. Doch nicht nur über diesen Anschluss kann eine Breitbandverbindung ins Internet aufgebaut werden, auch über die Steckdose kann theoretisch und auch praktisch eine Internetverbindung aufgebaut werden.
Die Technik dahinter nennt sich Powerline und galt zum Zeitpunkt der ersten Entwicklungen in diesem Bereich als wahre Innovation, welche eine große Zukunft vor sich hat. Doch mittlerweile erscheint diese Technik in einem ganz anderen Licht und die sehr großen Erwartungen einiger Fachleute in diese Technik wurden bei weitem nicht erfüllt.


Die Theorie hinter dieser Technik ist recht einfach erklärt. Anstatt den Frequenzbereich im Telefonnetz zu nutzen, wie etwa bei DSL, nutzt Powerline das Stromnetz für den Datenaustausch, sodass die Verbindung direkt aus der Steckdose kommen kann. Die Vorteile sind natürlich eindeutig, mit der Verbindung aus der Steckdose könnte sich der Verbraucher überall auf einfachste Weise ins Internet einklinken, ohne dass eine Telefonbuchse nötig ist.
Mittlerweile ist dieser Vorteil aber natürlich schon längst überholt, denn dank der raschen Verbreitung von W-LAN benötigt der Verbraucher ohnehin keinen direkten Anschluss per Kabel mehr, sondern kann die Daten bequem per Funknetz empfangen. Dazu ist innerhalb von Häusern gerade einmal eine Funkstation alle 25 Meter notwendig.
Dagegen präsentiert sich bei der Powerline eher die Nachteile. Beispielsweise die geringeren Datentransferraten, welche mittlerweile weit hinter dem liegen, was DSL Flats zur Zeit auf die Beine stellen können. Weitaus nachteiliger allerdings wirkt sich die geringe Verbreitung aus. In gerade einmal nur fünf Städten ist Powerline verfügbar, in denen der Verbraucher aber ebenso Zugang zum herkömmlichen DSL hätte.
Eine andere Variante der Powerline ist aber noch die Möglichkeit, dass der Empfang der Daten zuerst einmal klassisch per DSL über Telefonanschluss ins Haus gelangt und vor dort aus erst über die Steckdosen verteilt werden. Dieses inhouse Powerline hat aber ebenfalls aufgrund von W-Lan seine Attraktivität verloren.

Januar 27th, 2008 um 14:50

Vorteile von Ökostrom gegenüber Atomstrom

» von kc33 in: Gesellschaft

Die Werbekampagnen und immer kontroverseren Diskussionen über den Atomausstieg verunsichern selbst hartgesottene Anhänger ökologisch verträglicher Energieumwandlung. Von niedrigem Ausstoß von CO2 und besserem Wirkungsgrad der Atomkraftwerke ist dann oft die Rede, und als Verbraucher ohne tiefgreifendes physikalisches Verständnis ist man bei diesen Punkten oft überfordert. Zwar stimmen einige der von den Atomkraft-Befürwortern eingebrachten Argumente, Ökostrom birgt jedoch einige erhebliche Vorteile, die bei diesen Betrachtungen oft unbeachtet bleiben.

Als wohl charakteristischster Schwachpunkt der Atomenergie fällt nämlich ins Auge, dass sie schwer abbaubare Abfälle mit sich bringt. Nicht mehr verwendbare Brennstäbe sind sehr radioaktiv und werden in Castor-Behältern entsorgt, die dann zunächst zwischengelagert und später endgelagert werden müssen. Der radioaktive Zerfall geht hierbei so langsam vor sich, dass bisher noch kein Endlager für Castor-Behälter existiert. Atomkraftwerke produzieren also Abfälle, die nicht nur einen gigantischen administrativen Aufwand mit sich bringen, sondern auch eine gesamte Infrastruktur erfordern, deren Konzeption auf eine generationsübergreifende Zeitspanne angelegt sein muss.

Im Gegensatz zu dieser Weitsicht steht die Tatsache, dass es sich bei den meisten in Deutschland betriebenen Atromkraftwerken bereits um ältere Anlagen handelt, deren Wartung durch mangelnde Modularität unnötig erschwert ist. Die Instandsetzung eines Reaktors ist hierbei wegen der hohen Gefahren für die umliegenden Gemeinden als sehr riskant einzustufen.

Ökostrom hingegen profitiert wegen der großen Bandbreite der Energieformen und stetigen Weiterentwicklung der einzelnen Sparten vom Erneuerbare-Energien-Gesetz, das bei ordnungsgemäßer Nutzung ökologisch attraktiver Energieumwandlung Subventionen garantiert. Dadurch handelt es sich bei den meisten Anlagen, die Ökostrom fördern, um relativ junge und gut konzipierte Kraftwerke. Die Modularität in der Wind- und Solarkraft ist ausgezeichnet und ermöglicht einen leichten und ungefährlichen Wechsel fehlerhafter Komponenten.

Durch den hohen Bedarf an alternativer Energieumwandlung fördert Ökostrom die Entwicklung und ermöglicht immer schonendere Lösungen, die ohne Lagerung kritischer Abfallprodukte auskommen. Der Kunde investiert mit der Wahl eines Ökostrom-Tarifs also nicht nur in seine eigene Zukunft, sondern auch in die seiner Mitmenschen.