In den Medien werden immer wieder Meldungen veröffentlicht, welche beschreiben, wie gefährlich und gesundheitsschädlich die Handystrahlung ist. Die für das Handynetz benötigten Basisstationen stehen oft mitten in der Stadt und seien für eine extrem starke Erhöhung des Elektrosmokes verantwortlich. In manchen Veröffentlichungen wird gesagt, dass die Strahlen krebserregend seien oder wie Mikrowellen unser Gehirn grillen würden. Manches was in den Medien veröffentlicht wird, ist richtig, Manches ist nicht bewiesen und Anderes ist Einbildung oder frei erfunden.
Auf alle Fälle sind die Basisstationen starke Sender in einem vergleichsweise hohen Frequenzbereich. Aber schon wenige Meter entfernt ist die Strahlung soweit gesunken, dass sie ungefährlich ist. Obwohl die Stationen mit wesentlich höherer Leistung als Handys senden, sind sie nicht als gefährlich einzustufen. Ein Radiosender sendet beispielsweise mit wesentlich höherer Leistung.
Die Handystrahlung gilt trotz der geringen Leistung als kritisch, weil das Handy direkt am Ohr gehalten wird. Ein Effekt der Strahlung ist die Erwärmung von Gewebe. Die Wirkung ist in der Tat wie die Wirkung von Mikrowellen, aber lange nicht so stark. Das Gewebe wird nur einige wenige Grade erhöht und kühlt nach einem Gespräch schnell wieder ab. Es gibt Theorien, dass eine langfristige Erwärmung das Krebsrisiko erhöht. Es sind aber noch Theorien die von der einen Seite bestätigt und von der anderen Seite abgelehnt werden. Es wird auf alle Fälle weiter geforscht.
Es gibt Studien, welche die Zusammenhänge zwischen der Handystrahlung und Krebs beziehungsweise Tumoren untersuchen. Was bis heute festgestellt wurde, ist, dass sich die Krebsraten in den Risikogruppen nicht erhöht haben. Allerdings wurde festgestellt, dass Gehirntumore häufiger auf der Seite auftreten, auf der das Handy gehalten wird. Ob der Patient nun das Handy auf dieser Seite gehalten hat, weil dort ein Tumor war oder der Tumor auf dieser Seite war, weil er dort sein Handy hielt, konnte noch nicht herausgefunden werden.