Einen Waschvollautomaten verwendet heute beinahe jeder Einwohner. Auch wenn diese wenig Aufmerksamkeit bekommen, fehlen sie in selten einer Wohnung bzw. WaschkellerNordeuropa. Sie zählen zur Grundversorgung in Deutschland und sind dadurch unpfändbares Eigentum.
Die Waschmaschine wurde schon 1767 in Regensburg erfunden. Auch diese mechanische Maschine wurde sofort angenommen und von Jedem als praktisch beschrieben. Im letzten Jahrhundert kann man zusätzlich bemerken, das die Textilindustrien ihre Stoffe mehr und mehr auf Waschmaschinen einstellen. So gelingt es uns immer besser, die zeitraubende Arbeit an die Waschmaschine abzugeben.
Für fast alle Wohnungen ohne eine eigene Waschmaschine findet sich in praktisch jeder großen Stadt ein Waschautomat mit Münzeinwuf, in welchen man professionelle Waschmaschinen für einzelne Durchläufe nutzen kann. Als sich zu Beginn des Wirtschaftswunders nicht jeder eine Waschmaschine kaufen konnten, gab es Verleih-Firmen, die eine Waschmaschine tageweise vermieteten. Diese Waschmaschinen wurden für den Zeitraum angeliefert und angeschlossen. Nach Beendigung der Wäsche wurden die Waschmaschinen abgebaut. Heute ist diese Überlassung in Zentraleuropa überhaupt nicht mehr zu finden.
In den Staaten: Ganz anders!
War Ihnen klar, dass Waschmaschinen in den USA nach einem absolut anderen Prinzip konstruiert sind? Hier liegen die zu waschenden Kleidungsstücke in einem Waschzuber, der total mit Wasser und Seife gefüllt werden muss. Diese Waschlauge wird beim Waschen mit einem Paddel in Bewegung versetzt, was eine Durchspülung der zu reinigenden Kleider erreichen soll. Eine Umwälzung der Wäsche findet aber nur selten statt, weswegen das Ergebnis der Wäsche nicht so gut ist, wie bei deutschen Waschmaschinen. Trotzdem muss die Seifenlauge stärker angereichert werden, was wiederum den Waschmittelverbrauch erheblich steigert und die Natur stärker belastet. Ferner wird durch dieses System die Kleidung intensiever beansprucht.
In den U.S.A. haben beinahe alle Waschmaschinen keine eigene Warmwasserbereitung und sind daher auf die Warmwasserbereitung der Wohnung angewiesen. Die Maschinen sind zu dem leichter, weil sie die Stabilisatorgewichte nicht benötigen.
Langsam zeigt sich eine Veränderung klar ab: In den U.S.A. setzen sich die deutschen Modelle nach und nach durch. Dies wird vor allem in der ökonomischeren Technik dieser Maschinen begründet und ebenfalls durch das aufkommende Umweltbewusstsein in den Staaten gefördert.
Wirtschaftlichkeit:
In den vergangenen zwei Jahrzenten kam es auch in Europa zu einer Umstrukturierung in Ressourcenverschwendung und ebenfalls Stromkosten. Es werden bereits seit Jahren Waschmaschinen mit immer geringerem Wasserverbrauch und weniger Stromaufnahme auf den Markt gebracht. Jedoch scheint der Fortschritt vorläufig zu einem Ende gekommen zu sein. Die Konstrukteure verlagern sich heute auf Funktionen beispielsweise in der Elektronik. Vor ein paar Jahren war die “Waschmaschine mit Internetanschluss” ausschliesslich Fantasie ohne Nutzen – jetzt ist eine Fernsteuerung über das Handy ein verfügbares Feature. Genauso bieten aktuelle Maschinen eine Startfunktion, mit welcher man zum Beispiel wirtschaftlicheren Nachtstrom einsetzen kann.