Die Notwendigkeit sich als Unternehmer oder Gründer Geld zu leihen ist immer dann gegeben, wenn für geplante Investitionen die Eigenkapitaldecke nicht ausreicht und Fremdkapital zusätzlich beschafft werden muss. In Form des Fremdkapitals können sich Unternehmer prinzipiell von Banken oder Privatpersonen Geld leihen.
Zur Vergabe von Krediten verlangen Bankinstitute in der Regel die Stellung von Sicherheiten, auf die im Falle eines Zahlungsausfalles zurückgegriffen werden kann. Eigene Sicherheiten können durch Sicherungsübereignungen oder Forderungsabtretungen durch Unternehmen gegeben werden. Reichen diese nicht aus, kann über Dritte die Sicherung für das Geld leihen in Form von Bürgschaften oder Grundbucheintragungen (Hypothek, Grundschuld) erfolgen. Die durch das Kreditinstitut geforderte Höhe einer Sicherheit ist abhängig von der Kreditsumme und der Verwendung der Geldleihe.
Zu beachten ist, dass im Rahmen der Unternehmensfinanzierung Kreditinstitute, bevor sie Geld leihen, den Businessplan Bankfinanzierung prüfen und anhand der Bilanz des zu finanzierenden Unternehmens die Eigen- und Fremdkapitalquote sowie den Verschuldungsgrad errechnen. Je höher die Fremdkapitalquote ist, desto größer sind die Insolvenzgefahr des Unternehmens und demzufolge auch das Ausfallrisiko für das Kreditinstitut. Im Rahmen von Basel II haben Kreditinstitute mehr Eigenkapital für die Vergabe von Krediten zu unterlegen, was wiederrum eine stärkere Prüfung der Kreditwürdigkeit von Unternehmen zur Folge hat.
Wenn aufgrund eines zu hohen Verschuldungsgrades eines Unternehmens das Geld leihen von Banken nicht möglich ist, müssen Unternehmen ihre Eigenkapitaldecke erhöhen. Dies kann durch die Emission neuer Aktien erfolgen.