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Posted (telefon) in Sonstiges on August-17-2010

Chinaschilf alias Miscanthus wird als nachwachsender Rohstoff immer beliebter. Neben der Verwendung der Fasern in Dämmstoffen und Baumaterialien kommt der energetischen Verwertung zunehmend Bedeutung zu. Rund 2,5 Kilogramm Chinaschilf können einen Liter leichtes Heizöl ersetzen. Damit entspricht der Brennwert von Miscanthus mit 4-5 kw/kg etwa dem von Holzhackschnitzeln. Doch leider gibt es im Vergleich dazu Nachteile bei der Verfeuerung. So ist der Prozentsatz an Asche um 2 bis 3 % höher als der von Holz. Moderne Automatikkessel dürften dabei aber kaum Probleme haben. Da das Häckselgut pro Kubikmeter nur rund 100 Kilogramm Schüttraumgewicht besitzt, benötigt man jedoch relativ viel Platz zur Lagerung. Effizienteren Brennstoff erhält man durch Pelletierung und Brikettierung. Miscanthus in Form von Briketts bietet mit einem Gewicht von 500 kg pro Kubikmeter eine echte Alternative zu Kohle und Holz.

Im Vergleich zu Holz enthält Chinaschilf 2-4 % mehr Asche, was zu einer höheren Belastung der Rauchgase mit Feinstaub führt. Noch fehlen festgelegte Abgaswerte von Seiten des Gesetzgebers für Micanthus als Brennstoff. Daher muss die Verfeuerung derzeit durch die jeweilige Baubehörde vor Ort genehmigt werden. Nachteilig wirkt sich der niedrigere Schmelzpunkt der Asche aus. Dadurch kommt es zu vermehrter Schlackenbildung am Rost. Zudem begünstigt der Chlorgehalt die Korrosion. Diese Probleme sind technisch durchaus gut in den Griff zu kriegen. Am besten berät man sich vorab mit seinem Heizungsbauer. Denn noch nicht alle Anbieter von Stückgut- oder Hackschnitzelheizungen haben ihre Anlagen entsprechend umgerüstet. Die Marktführer der Branche garantieren jedoch mittlerweile für ihre Heizkessel einen störungsfreien Betrieb auch bei der Verfeuerung von Miscanthus.


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