Die Break-Even-Analyse stellt ein Verfahren zur Bestimmung der Absatzmenge ab der die Gesamtkosten durch die Gesamterlöse gedeckt sind dar. Dieser Punkt wird auch Gewinnschwelle genannt. Wird eine geringere Absatzmenge realisiert unterdecken die Umsatzerlöse die Kosten und es wird ein Verlust realisiert. Ab dem Break-Even-Punkt erreicht das Unternehmen die Gewinnzone. Rechnerisch ergibt sich die Break-Even-Menge durch die Gleichsetzung der Umsatzfunktion mit der Kostenfunktion. Durch die Multiplikation der Break-Even-Menge mit dem erzielbaren Verkaufspreis erhält man den Deckungsumsatz.
Im Mehrproduktunternehmen kann der Deckungsumsatz durch mehrere Absatzmengenkombinationen erreicht werden was die Folge hat, das die Break-Even-Analyse in diesem Fall mehrdeutige Ergebnisse liefert. Mit der Break-Even-Analyse wird es möglich den Verlauf der Kosten und Erlöse zu untersuchen um daraus den Break-Even-Punkt und die Wirkungsanalyse von Maßnahmen hinsichtlich der Kosten durchzuführen. Die Break-Even-Analyse wird ferner Gewinnschwellenanalyse genannt und kann sowohl als Vollkostendeckungsanalyse oder Teilkostendeckungsanalyse durchgeführt werden. Wird die Break-Even-Analyse für einzelne Produkte durchgeführt können daraus erste Schätzungen zum Erfolgsbeitrag einer Neuproduktidee getroffen werden.
Kritik wird an der Break-Even-Analyse hinsichtlich der Unterstellung proportionaler Kostenverläufe und der fehlenden Berücksichtigung der Umsatzentwicklung über den Produktlebenszyklus geübt. Die Kostenzurechnung zu fixen und variablen Teilen gestaltet sich teilweise wie auch die Zurechnung der Gemeinkosten auf einzelne Produkte als problematisch.
Die Anwendung der Break-Even-Analyse eignet sich trotz der Kritik zur näherungsweisen Bestimmung des Gewinnpotentials der Umsetzung des Geschäftskonzepts eines Unternehmens.