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Posted (tmaue) in Sonstiges on März-6-2010

Stellen sich die bereits Jahrhunderte alten Amtshelfer dar. Hier geht es aber nicht, wie man evtl. meinen könnte, um Mainzelmännchen oder Kobolde, sondern um einen Teil der Bürogrundausstattung. Genauer gesagt geht es um Stempel. Bereits zu Beginn der Zeitrechnung nach Christi Geburt waren diese kleinen Helfer eminent wichtig. Es gab Adelshäuser, welche eine gewisse Macht inne hatten. Um schriftliche Befehle oder Erlasse zu beglaubigen, war es notwendig, ein entsprechendes Zeichen am Dokument anzubringen welches besagte, dass dieses Dokument auch echt war. So entstanden die ersten Siegel, welche man heute einfach nur Stempel nennt.

Da sich die Siegel der jeweiligen Adelshäuser nie änderten, genügte ein so genannter Holzstempel. Diese einfache Stempelform war leicht herzustellen und konnte den Bedarf der jeweiligen Ansprüche adäquat abdecken. Lediglich das Stempelbild war aufwendig gestaltet und zeigte den Negativabdruck des jeweiligen Siegelwappens. Zur damaligen Zeit wurde selbstverständlich auch kein Stempelkissen verwendet, wie es heutzutage der Fall ist. Damals wurde noch ein spezielles Wachs benutzt, welches erhitzt wurde und dann wurde ein „Klecks“ davon an die richtige Stelle angebracht. Während das Wachs noch weich war, wurde das Siegel (der Stempel) auf das Wachs gedrückt und schon war ein Dokument „echt“ und glaubwürdig.

In der moderneren Zeit wurde es notwendig, sehr viele unterschiedliche Stempel zu haben. Zu Beginn dieser Phase war es noch üblich, unter Umständen 100 verschiedene Holzstempel zu besitzen. Nach und nach wurden einige dieser Holzstempel durch Selbstfärbestempel ersetzt. Die Selbstfärbestempel werden auch heute noch nicht für amtliche Siegel verwendet, sondern lediglich für Datumsformate und ähnliches. Die neueren Modelle bieten bereits die Möglichkeit, den Stempelabdruck selbst mit verschiedenen Werten einzustellen, was eine Menge verschiedener Stempel erspart.


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