Die Insel Mallorca ist mit ihrer Fläche von 3.680 km2 die größte Balearen-Insel im westlichen Mittelmeer. Etwa 750.000 Menschen leben auf dem Eiland, circa 375.000 davon wohnen in der Hauptstadt Palma. Haupteinnahmequelle ist der Fremdenverkehr. Das angenehme mediterrane Klima und die Vielseitigkeit der Insellandschaft haben in den letzten Jahrzehnten aber nicht nur viele Urlauber angezogen, die immer wieder gern auf die Insel zurückkommen. Nicht wenige Bewohner der Insel kamen als Reisende und sind auf der Insel geblieben.
Die nordöstlichste Gemeinde auf Mallorca ist Capdepera in der Region Llevant. Die Gemeinde ist vom Flughafen Son Sant Juan u. a. über eine Landstraße zu erreichen. In der kleinen Stadt leben etwas weniger als 12.000 Einwohner. Davon sind etwas mehr als 14 % deutscher Herkunft. Charakteristisch für das Stadtbild sind die schmalen Gässchen und die traditionell mit aufwendigem Blumenschmuck verzierten alten Häuser. Die Landschaft, in der sich der Ort befindet, ist von der Steilküste und flachen Badebuchten geprägt. Berühmt sind vor allem die Badebuchten Canyamel oder Cala Mesquida.
Sehenswert sind die Höhlen Coves d’Artà und die Festungsanlage, von der aus Besucher eine beeindruckende Aussicht über die Umgebung und den Ort haben. Die alte Verteidigungsanlage ist in dreieckiger Form angelegt und in ihrem Inneren befindet sich eine Kapelle mit zwei bemerkenswerten Statuen, eine Marienstatue und eine Jesusfigur aus Orangenholz. Der Marienfigur wird sogar ein Wunder zugeschrieben. Sie soll die Bewohner der Stadt von der Belagerung durch Piraten befreit haben. Capdepera und die Umgebung zeigen, wie reizvoll und interessant der Norden von Mallorca ist.