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Posted (telelino) in Handy on Dezember-15-2009

Immer mehr begegnet man Internet-Angeboten, die damit werben, “Handyverträge trotz Schufaeintrag” abzuschließen. Da in Deutschland die Zahl der Leute mit schlechten Schufaeinträgen konstant steigt, sind solche Angebote an und für sich sinnvoll. Doch dabei entstehen grundlegende Fragen. Ein Schufa-Eintrag, was stellt das eigentlich dar? “Handy ohne Schufa”, warum ist diese Aussage nicht ganz richtig.

Um diese Schwierigkeiten deutlich zu machen, ist es notwendig zu erklären, wie ein Schufaeintrag entsteht und was er bewirkt. Die “Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung”, die Schufa, hat seit 1927 ihren Sitz in Wiesbaden. Sie überprüft die Kreditwürdigkeit eines jeden Kunden, das passiert in Kooperation mit unterschiedlichsten Firmen, wie es auch die Mobilfunknetz-Betreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 sind. Eigentlich bedeutet das, dass Informationen zum Zahlungsverhalten und zum dem Stand der Verschuldung einer jeden Person vorhanden sind. Sobald nun eine Person ein Darlehen aufnimmt oder andere Verträge abschließt, wird ein Schufa-Eintrag dafür angelegt. Etwas Bedenkliches ist das aber nicht. Wie die Zahlungsfähigkeit eines Kunden ist, darüber gibt an und für sich die Schufa Informationen an den Händler weiter. Die Person ist dann nicht fähig, Dienstleistungen, Versicherungen oder andere Investitionen den Regeln entsprechend zu finanzieren, wenn ihre Bonität zu niedrig ist. Deshalb prüfen die betroffenen Netzbetreiber die Kreditwürdigkeit oder Bonität eines jeden Mobilfunk-Kunden. Damit nicht, da sonst Verträge abgeschlossen werden, die Vertragspartner letzten Endes auf den Mobilfunk-Rechnungen sitzen bleiben, da sie nicht vom Kunden bezahlt werden können. Wir gehen, um das an einem Beispiel zu zeigen, den gängigen Weg für einen Abschluss eines Mobilfunk-Vertrags.

Sie besuchen einen Handyshop oder Online-Handyshop und wählen sich ihr gewünschtes Mobiltelefon und ihren Handytarif aus. Ihre privaten Daten werden dann für den Vertragsabschluss aufgenommen und im Rechner eingetippt. Damit der Mobilfunknetz-Betreiber dem Handyverkäufer ein Ja oder Nein für den Vertragsabschluss mitteilen kann, übermittelt er die Daten zur Überprüfung an die Schufa oder an andere Kreditsicherungsgesellschaften. Ohne irgend welche Probleme wird dann Ihr Vertrag abgeschlossen, sobald fest steht, dass Ihre Bonität in Ordnung ist.

Man wird aber den Handy-Vertrag mit Ihnen nicht abschließen, wenn es Probleme mit Ihrer Solvenz gibt, dann wird man Sie höchstens mit einem Prepaid-Set vertrösten wollen. Allerdings beinhaltet das vielfach kein Handy. Dann kommen die erwähnten “Handy trotz Schufa”-Angebote in dieses Spiel. Sie haben dabei bei weitem höhere Chancen einen Handyvertrag zu erhalten, wenn man es auch nicht sicher sagen kann. Die meisten Vertragspartner arbeiten nur mit einem Netzbetreiber zusammen und deshalb deswegen ist die Bonität eines Kunden auf ein bestimmtes Limit festgelegt. Die Vertragsanbieter dieser “Handy ohne Schufa”-Angebote haben sich allerdings auf Kunden mit niedriger Bonität vorbereitet und arbeiten deshalb gleich mit mehreren Netzbetreibern zusammen. Für einen Vertragsabschluss gibt es daher eine höhere Chance, denn die Kreditwürdigkeitsgrenzen sind different. Ein weiterer Pluspunkt ist der Umstand, dass diese Mobilfunkhändler wegen ihrer Erfahrung sicher wissen mit welchen Mobilfunk-Tarifen und Mobilfunk-Verträgen eine gute Annahmechance existiert und bei welchen Verträgen eben nicht. Ob Sie wirklich einen Handy Vertrag ohne Schufa abschließen können, ist aber auch bei solchen Vertrags-Angeboten nicht sicher. Denn sie garantieren nichts, sie vergrößern nur die Eventualität.

Zwischenzeitlich finden Sie aber als alternative Lösung gute so genannte Kompromiss- und Vertrauensverträge. Diese Händler haben derartige speziellen Tarife im Angebot, neben den gängigen Verträgen. z.B. einen alternativen Vertrag von T-Mobile, bei dem man nach einer dreimonatigen Frist in einen Tarif mit subventioniertem Handy überwechseln kann, falls die Zahlungen pünktlich geleistet wurden. Alternative Tarife mit einer Kautionsstellung sind außerdem eine Möglichkeit. Was letztendlich bedeutet, dass beim Vertragsabschluss eine Sicherheitsleistung in Höhe von 80 - 400 Euro gestellt werden muss, um damit das Risiko eines Ausfalls so klein wie möglich zu halten. Man kann sich zwar für diesen Betrag bereits ein qualitativ hochwertiges Handy zu legen, dann kommt man aber auch nicht mehr in den Vorzug eines Mobilfunk-Vertrages.

Und wie recherchiert man diese Angebote, die Frage wird sich vielen stellen. Bei der Internet-Suchmaschine “Google” gibt es genügend Möglichkeiten, solche Angebote zu finden. Dazu ist nur die Eingabe der richtigen Suchbegriffe notwendig, wie zum Beispiel “Handy trotz Schufa”.


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