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Posted (Wirtschaftsfachmann) in Versicherungen on November-27-2009

Auf dem diesjährigen Tag der Zahngesundheit wurden viele überraschende Studienergebnisse vorgestellt. So sehen Experten eine deutliche Beziehung zwischen dem allgemeinen Gesundheitsbefinden und der Zahngesundheit, da mit dem Speichel viele Bakterien übertragen werden. Daher haben viele Krankheiten ihren Ursprung im Mund und können sich von da aus auf den ganzen Körper ausbreiten. Beispielsweise kann die Parodontitis, eine Entzündung des Zahnhalteapparates, nicht nur zu Zahnausfall führen, sondern auch zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko, einen größeren Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall und auch zu Diabetes führen. Möglicherweise werden die Bakterien im Blut zu anderen Körperstellen übertragen und können auf diese Weise zu anderen schwerwiegenden Krankheiten führen.

Leider wird die Behandlung von Parodontitis von der  Gesetzlichen Krankenkasse erst im fortgeschrittenen Stadium bezahlt. Wenn man sich o. g. Sachverhalt verdeutlicht, ist das nicht nur in Bezug auf die Zahngesundheit mehr als kontraproduktiv. Parodontitis kann als Erkrankung des Zahnhalteapparates zu Zahnausfall führen, wodurch wiederum Zahnersatz notwendig wird, der inzwischen auch nicht mehr von der Gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt wird (abgesehen von einem geringfügigen Zuschuss). Gerade bei Zahnersatz und Parodontitisbehandlung kommen erhebliche Kosten auf die Patienten zu, falls diese keine private Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben sollten.

Vom Kostenaspekt einmal ganz zu schweigen ist eine Zahnzusatzversicherung insbesondere zur Prävention anderer Krankheiten mehr als sinnvoll, hält man sich die enge Relation von Mundhygiene und Zahngesundheit zu schwer wiegenden Erkrankungen wie Schlaganfall vor Augen.

Eine gute Zahnzusatzversicherung sollte daher neben Zahnersatz auch umfassend für Zahnbehandlungen und Maßnahmen der Zahnprophylaxe leisten, da nur so umfassend und präventiv gehandelt wird. Beispielsweise kann nur durch professionelle Zahnreinigung auch “versteckten” Karies entfernt werden, der nur schwer oder überhaupt nicht mit der privaten Mundhygiene beseitigt werden kann.

Zu empfehlen sind die Tarife der CSS Zahnversicherung und der Zahnzusatzversicherung Barmenia. Allerdings muss bei letzterer der Tarifbaustein für Zahnprophylaxe separat abgeschlossen werden, was den Tarif der Barmenia für die meisten Versicherungsnehmer teurer macht als die ebenfalls sehr umfassend leistende CSS Zahnversicherung, die oft sogar als die beste Zahnzusatzversicherung auf den Markt gehandelt wird. Allerdings sollte man immer selbst vergleichen, da es auch vom individuellen Einzelfall abhängt. Die Central Prodent wurde im Zahnzusatzversicherung Warentest als eine sehr gute Zahnversicherung prämiert, und sie ist es auch.  Der monatliche Beitragssatz ist bei der Central Prodent i. d. R. sogar noch günstiger als bei der CSS Zahnversicherung, allerdings leistet die Central Prodent nur eingeschränkt für Zahnbehandlungen und leistet nicht für professinelle Zahnreinigung. Darüber hinaus bestehen auch noch starke Summenbegrenzungen für die ersten Versicherungsjahre (nach der Wartezeit).

Zahngesundheit und Mundhygiene muss, wie medizinische Studien zeigen und Gesundheitsexperten aus den genannten Gründen dringend raten, im öffentlichen Bewusstsein einen größeren Stellenwert einnehmen. Denn: Die extremen Leistungskürzungen der Gesetzlichen Krankenversicherung können nachhaltige und teure Folgen haben.


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