In anderen Ländern ist eine Baufinanzierung in fremder Währung schon seit langem üblich. Doch deutsche Kreditinstitute hinken in der Hinsicht noch immer hinterher. Dabei können Häuslebauer, hier Zinsvorteile von 1,25 bis 1,5 Prozentpunkten nutzten und so einen Laufzeitvorteil von bis zu 10 Jahren generieren. Aber auch die Kosten können bis zu einem Drittel geringer ausfallen. Diese Zinsvorteile sind insbesondere bei der japanischen Devise und den Schweizer Franken verbreitet. So nimmt man eine Baufinanzierung zwar bei einer deutschen Bank vor und bekommt den Kredit auch in Euro ausbezahlt, doch zu dem momentan gültigen Wechselkurs. Das heißt das Darlehen beläuft sich auf Yen oder Schweizer Franken. Genauso verhält es mit der Rückzahlung. Diese erfolgt dann auch wieder in der fremden Währung zu dem gültigen Wechselkurs. Das verdeutlicht aber zugleich auch das Risiko. Denn sollte sich die fremde Währung gegenüber dem Euro aufwerten, kann sich das Darlehen deutlich verteuern. Daher ist ein Kennen des Devisenmarktes unabdingbar. Zugleich kommt auch das Zinsrisiko hinzu. Da es sich um ein variables Darlehen handelt, wird der Bauzins alle drei Monate an den Libor (London Interbank Offered Rate) angepasst. Wenn die Zinsen fallen, wird der Kredit günstiger aber genauso können diese auch steigen. Zwar zeigen Vergangenheitswerte, dass die Zinsen eher fallen aber die Zukunft kann niemand zu hundert Prozent vorhersagen.