Das Blattgold ist sehr dünn, da es ausgewalzt bzw. ausgeschlagen wird. Ist das Gold zu Blattgold verarbeitet worden, so besitzt es nur noch eine Dicke von 0,00001 Millimeter. Dieses dünne Gold wird auch bei Künstlern gerne mit verarbeitet, selbst bei Möbeln wird es zur Verschönerung genutzt.Im alten Indien beginnt die Geschichte von Blattgold etwa vor 5.000 Jahren. Es gelangte zunächst über den Vorderen Orient nach Ägypten. Später dann kam es nach Griechenland und von dort führte der Weg über den Balkan sowie Ungarn, bis es in den westlichen Ländern von Europa eintraf.
Im Westen von Europa wurde das Blattgold nur in Klöstern von den Mönchen geschlagen. Die Herstellung von Blattgold wurde erst Ende des 14. Jahrhunderts außerhalb der Klöster eingeführt, in dieser Zeit kamen die ersten weltlichen Handwerker zum Vorschein, die sich auf die Fertigung von Blattgold spezialisierten.
Die erste Blattgoldschlägerei wurde in Bayern im Jahre 1463 urkundlich erwähnt. Bedingt durch das trockene Klima und den sandigen Boden in diesem Gebiet wurde die Herstellung von Blattgold in dieser Region heimisch. Um 1900 war das Handwerk noch stark vertreten, doch in den letzten Jahren wurde die Herstellung von Blattgold von vielen Handwerkern eingestellt.
Heute sind nur noch wenige Unternehmen, die die Kunst der Fertigung von Blattgold ausüben, übrig geblieben. Dafür sind es aber größere Firmen, als es früher der Fall war. Die Qualität von Blattgold ist trotz allem geblieben, heutzutage ist es in der ganzen Welt gefragt. Ein großer Teil des hergestellten Blattgoldes wird weltweit exportiert.
In den heute bestehenden Unternehmen, die Blattgold anfertigen, wird die Produktion natürlich mit modernen Maschinen durchgeführt. Jedoch hat sich am grundlegenden Prinzip bei der Herstellung dieses Goldes nichts geändert. Blattgold kann in vielen unterschiedlichen Arten gefertigt werden. Auf die gewünschte Größe wird das Blattgold dann zurecht geschnitten. In der Regel wird das Material in der Größe von 80 x 80 Millimeter angefertigt.