Für einen festlich und appetitlich gedeckten Tisch sind geeignete Servietten neben schönem Geschirr, Besteck und einer tollen Tischdekoration ein unverzichtbares Beiwerk.
Die umgängliche Bezeichnung für Serviette ist Mund- oder Tellertuch. Das Tellertuch ist daher so eingeprägt, weil die Serviette (z.B. mit einem hübschen Leuchtturm-Motiv?) üblicherweise ihren Platz in der Mitte des unbenutzten Tellers hatte.
Das Benutzen von Servietten geht bis auf das 15. Jahrhundert zurück. Hierbei diente die Serviette ausschließlich dazu, dass die Gäste im Rahmen der aufkommenden Tischsitten sich den Mund und die Finger reinigen konnten. Vielfach war es so, dass die Gäste mangels bestehender Möglichkeiten, ihre Hände unversehens am Tischtuch reinigten. Zudem wurde die Serviette, wie es auch heute noch der Fall ist, auf die Kleidung gelegt, um diese vor unliebsamen Flecken zu schützen. Die ursprünglichen Maße einer Serviette liegen daher bei etwa 50 x 50 Zentimetern.
Das Benutzen einer sauberen Serviette ist in der heutigen Zeit zunehmend ein Zeichen von gutem Benehmen und Anstand bei Tisch. Es gehört somit zu den alltäglichen Tischgepflogenheiten. Auf Grund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten einer Serviette nicht nur direkt am Tisch sondern auch am Imbiss oder in einem Schnellrestaurant werden Servietten in einer großen Vielzahl angeboten. Diese reicht von Papier- und hochwertigen Stoffservietten über Zellstoffservietten bis hin zu Damastservietten und Verwendungen aus Leinen- Mischgewebe. Besonders in der Gastronomie werden überwiegend Stoffservietten eingesetzt, welche auf Grund der Hygienevorschriften vielfach aus hochwertiger Baumwolle bestehen.
Beim Auflegen der Servietten wird neben den unterschiedlichen Falttechniken zudem Augenmerk auf peinliche Sauberkeit und das passende Design zur restlichen Tischgestaltung für ein ansprechendes Ambiente geachtet. Das Falten von Servietten hat sich dabei vom Mittelalter bis heute zu einer speziellen Kunst entwickelt.