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Posted (tmaue) in Sonstiges on Dezember-6-2008

Maria Montessori war nicht nur eine Vorreiterin wenn es um die Emanzipation ging, denn sie war die erste Frau, die in Rom studieren durfte. Sie entwickelte auch eine für damalige Zeiten revolutionäre, neue Philosophie bei der Kindererziehung. Später wurde genau diese Philosophie als Montessori-Pädagogik bezeichnet.


Die Montessori-Pädagogik war Anfang des 20. Jahrhunderts deshalb so ungewöhnlich, weil sie fast vollständig mit den damaligen Sitten und Methoden bei der Kindererziehung brach. Schließlich waren es die Eltern doch damals gewohnt, ein strenges Regiment mit zahllosen Regeln und Geboten zu führen. Den Kindern wurde vorgeschrieben, was sie zu tun und zu lassen hatten und was sie zu welchem Zeitpunkt spielen oder lernen sollten. Maria Montessori allerdings sah es als erwiesen an, dass sich Kinder viel besser entwickeln können, wenn sie schon früh selbstbestimmt agieren können. Die Montessori-Pädagogik sieht es demnach für die Kinder vor, dass sie sich ganz nach ihren persönlichen Interessen eigenständig mit einer Sache beschäftigen sollen. Und zwar immer genau dann, wenn sie besonders große Lust auf ein bestimmtes Spiel, etwa mit Montessori-Spielzeug oder Montessori-Lernspielzeug haben. Nur so ist es möglich, dass sich ein Kind hochkonzentriert einer Sache widmet und aus den Erfahrungen, die es dabei sammelt, nachhaltig etwas lernt.
Mittlerweile gibt es rund um die Welt zahllose Kindergärten und Grundschulen, die ihre Kinder nach der Philosophie von Maria Montessori erziehen und bilden. Wer in Deutschland in einer solchen Einrichtung arbeiten möchte, der braucht ein Montessori-Diplom. Das Montessori-Diplom ist der Nachweis, dass sich der Pädagoge bestens mit den Grundsätzen der Montessori-Pädagogik auskennt und weiß, wie diese in der Praxis angewendet werden. Ein Montessori-Diplom ersetzt jedoch nicht die pädagogische Grundausbildung.


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