Jeder kennt sie, jeder liebt sie: Barbie. Seit über fünfzig Jahren bringt die vielseitige Anziehpuppe Mädchenherzen zum höher schlagen. Seit ihrer Entstehung im Jahr 1959 ist sie die beliebteste und meistverkaufte Puppe der Welt.
Seit damals hat sie einige große Veränderungen durchlebt. Anfangs war die Barbie als Alternative zu den Babypuppen gedacht, mit denen Mädchen damals fast aussch-ließlich spielten. Sie sollte ein Model sein und hatte deshalb schon von Anfang an sehr aufwendig hergestellte Kleider, aus hochwertigen Stoffen und beispielsweise mit funktionierenden Reisverschlüssen.
Die aufwendige Herstellung machte die Barbie jedoch teuer und nur für die Mittel- und Oberschicht leistbar.
Das änderte sich in den 70er Jahren. Als die Welt gegen den Konsum auf die Barrika-den ging, beeinflusste das auch die Barbie. Die Hersteller beschlossen sie mehr in das Milieu der Arbeiterklasse zu versetzen. Sie trug von da an Kleider aus synthetischen Stoffen, die maschinell gefertigt werden konnten und keine aufwendigen Details mehr hatten. Dafür wurde die Kleidung bunter und fröhlicher gemacht. Die Verkaufszahlen schossen in die Höhe.
Auch das Gesicht und der Körper der Puppe veränderten sich mit der Zeit. Die erste Barbie hatte dem Stil der 60er Jahre entsprechend, weibliche Rundungen und trug viel Make-Up.
In den 70er Jahren entstand dann das Barbie Gesicht, das wir alle kennen. Es ist das Gesicht mit den großen, leuchtenden Augen, dem breiten, unübersehbaren Lächeln und den kleinen süßen Grübchen. Dieses Gesicht bestand bis Mitte der 90er Jahre und wurde dann von einem Gesicht mit einem weniger breiten Lächeln ersetzt. Auch die Körperform ist heute anders als damals, die Beine sind kürzer, die Hüften breiter.
Die Welt rund um Barbie ist heute unüberschaubar groß, sie hat einige Freunde, wie zum Beispiel Ken, viele Häuser und Autos, die jeweils einem Thema oder einer Situa-tion angepasst sind.
Sandra Vassner
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