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Posted (pruellage) in Sonstiges, Allgemein on März-9-2008

Wer möchte im Sommer nicht gemütlich auf der eigenen Terrasse sitzen, ein kühles Blondesin der Hand und auf dem Grill brutzelt ein saftiges Steak. Aber leider hat der Herr vor dem Vergnügen die Arbeit gesetzt (oder Gott sei Dank ?). Viele denken beim Bau einer Terrasse meist an eine Pflasterung oder eine Belegung mit großformatigen Platten; warum aber nicht ein geschützter Sitzplatz aus Holz als Bodenbelag. Holz wird meist als behaglich und warm empfunden und eignet sich gerade für Selbstbauer als idealer Werkstoff. Nachdem ein nach Möglichkeit sonniges und windgeschütztes Plätzchen aus-gesucht worden ist, kann mit dem Bau der Terrasse begonnen werden. Wie so oft kommt es auch hier auf eine gute Vorbereitung des Untergrundes an. Der Boden sollte grundsätzlich wasserdurchlässig (sonst durch entsprechendes Material ersetzten) und gut verdichtet sein; ideal ist eine verdichtete, ca. 20 cm dicke Splittschicht (die auch einen guten Schutz gegen Pflanzendurchwuchs darstellt). Sinnvollerweise wird diese Schicht mit einem leichten Gefälle weg vom Haus eingebaut. Die Höhe dieser Schicht richtet sich nach der Fertighöhe der Terrasse abzüglich Bretterdicke (Belag), Dicke der Lagerhölzer und Dicke der sog. Stelzenlager. Diese Stelzenlager können z.B. aus Betonplatten (50×50x5 cm) bestehen, auf die sich später die tragenden Kanthölzer (Dachpappe unterlegen) auflagern lassen. So haben die Lagerhölzer keinen direkten Kontakt zum Boden und sind konstruktiv gegen Feuchtigkeit geschützt. Wenn diese Kanthölzer aufgrund ihrer Länge „gestoßen“ werden müssen, sollte dies über den Lagern geschehen (Fixierung mittels beidseitig verschraubter Laschen). Die Platten sollten im Abstand von ca. 1,50 m in Verlegerichtung der Lagerhölzer (abhängig von den Dimensionen der Lagerhölzer) und ca. 50- 60 cm in späterer Belagrichtung allseits lotrecht verlegt werden. Dies sollte sehr gewissenhaft mittels z.B. Aluschiene und Wasserwaage erfolgen, da sonst die Lagerhölzer nicht auf einer Ebene liegen. Nun können die Lagerhölzer (meist 8-10 cm stark) aufgelegt (Dachpappe als Feuchtigkeitssperre) werden; zur besseren Fixierung werden sie dabei zum Haus hin mittels rostfreier Winkel (beidseitig) mit einer stirnseitig durchlaufenden Bohle verschraubt. Diese sollte mittels sog. Rahmendübel im Mauerwerk verankert werden. Zur anderen Seite hin können die Lagerhölzer provisorisch z.B. über eine Dachlatte hinsichtlich ihres Abstandes fixiert werden. Der Profi sägt im übrigen die Lagerhölzer erst später auf die richtige Länge, um auch am Ende des Terrassenbaus noch mit einem „ganzen Belagbrett“ abschließen zu können (ist optisch einfach schöner). Nun kann mit der Montage der Bodenbretter begonnen werden; am besten beginnt man mit der Montage der ersten Reihe am Mauerwerk des Hauses. Zum Mauerwerk und zwischen den einzelnen Brettreihen sollte eine Fugenabstand von 3-5 mm eingehalten werden; damit dieser überall gleichmäßig wird, fertigt man sich Abstandhölzchen aus z.B. einer Sperrholzplatte.

Da die für den Belag verwendeten Hölzer meist sehr wiederstandfähig (z.B. Western Red Cedar) und somit sehr hart sind, empfiehlt es sich, die Löcher zum Verschrauben mit einer Bohrmaschine oder einem Akkuschrauber vorzubohren. Bei den zu ver-wendenden Maschinen haben sich im Vergleich elektronisch geregelte Bohrmaschinen und Akku-schrauber mit Mehrganggetrieben gut bewährt. Da eine Brettlänge für die ganze Terrasse meist nicht ausreicht, sind die einzelnen Reihen im Versatz anzulegen, wobei sich die Stoßfugen über einem Lagerholz befinden müssen; am Rand lässt man die Bretter erst mal überstehen. Optisch am wirkungs-vollsten ist ein Versatz vielleicht dann, wenn die Reihen im Wechsel, einmal rechts, einmal links, mit einem ganzen Brett begonnen werden. Die einzelnen Bretter sollten mit jeweils zwei Schrauben (Rostfrei (Edelstahl)) pro Lagerholz befestigt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass sie ganz versenkt sind und sich keinerlei Grad (Metall/Holz) gebildet hat, will man später doch auch mal barfüßig die Terrasse betreten. Vor dem befestigen der letzten beiden Reihen lässt sich auch die genaue Länge der Lager-hölzer abschätzen (oder doch besser
ausmessen) und sie können nun exakt auf Länge geschnitten werden (Fuchsschwanz). Die überstehenden seitlichen Bretter können nun mittels Handkreissäge und Führungsschiene in einem Schnitt abgesägt werden (saubere Schnittkante). Mit dem Aufschrauben von Holzblenden an allen freien Seiten der Konstruktion (Verdeckung der Unterkonstruktion und zur Verhinderung des Eindringens größerer Tiere) werden die Arbeiten an der eigenen Terasse beendet.


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