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Posted (pruellage) in Immobilien, Allgemein on Februar-27-2008

Meist ist vom Statiker für den Kellerbau als Grundlage eine sog. biegesteife Betonplatte vorgesehen. Diese Platte dient der Lastabtragung des gesamten späteren Bauwerks auf den Baugrund; entsprechend sorgfältig ist sie hinsichtlich Dicke und notwendiger Bewehrung herzustellen. Die Platte ist auf einer sog. Sauberkeitsschicht (5-10 cm Kies bzw. Magerbeton) aufzubauen; auf diese wird eine Dämmung und eine Feuchtigkeitssperre verlegt. Mittels Abstandhalter (Kunststoff, Beton, Eisen) wird darauf nun die erste Bewehrungslage (meist Stahlmatten) gelegt. Nach einer weiteren Lage Abstandhalter folgt die zweite Bewehrungs-lage. Wichtig dabei ist, die Feuchtigkeitssperre durch diese Arbeiten nicht zu beschädigen. Nun kann die eingeschalte Bodenplatte betoniert werden (Fertigbeton mit Betonpumpe; verdichten mittels Flaschenrüttler nicht vergessen).

Die Betongüte bzw. die Art des Betons werden dabei in der Statik vorgegeben; davon unabhängig empfiehlt es sich für diesen Bereich immer sog. WU-Beton (wasserundurchlässiger Beton) einzusetzen. Wird der zu errichtende Keller, wie es heutzutage üblich ist, mittels sog. Betonhohlwandelemente (zwei durch Gitterträger verbundene Betonfertigschalen) hergestellt, ist in die Bodenplatte im Bereich der späteren Außenwände des Kellers (mittig im Hohlraum) rundum ein sog. Fugenband einzulegen (Metall- bzw. Kunststoffband, dass zur Hälfte im Boden, zur anderen Hälfte in dem später mit Beton verfüllten Bereich des Hohlwandelementes liegt). Dies soll
wirksam das Ein-dringen von Feuchtigkeit im Bereich der Fuge verhindern. Die Hohlraumwände werden im übrigen nicht direkt auf den Rand der Bodenplatte gesetzt, sondern mit einem gewissen Abstand, der u.a. für die spätere Aufbringung der Abdichtung bzw. Außendämmung (Perimeterdämmung) benötigt wird. Nach dem Errichten der Innenwände des Kellers (Fertigteile bzw. herkömmlich gemauert) und dem Einbringen von Beton (WU) in die Hohlwände (Kabel und sonstige Leitungen bereits drin; verdichten), kann nach Aushärtung des Betons mit der Montage der Kellerdecke begonnen werden. Hier kommen meist Filigrandeckenelemente (untere fertige Betonschale mit Gitterträgern) und meist auch Betonfertig-teiltreppen zum Einsatz, die mittels Kranwagen angeliefert und verlegt werden. Nach der Installation von weiteren Leitungen und Kabeln, dem Aufbringen zusätzlicher Bewehrung, der Herstellung einer Randschalung (gedämmt), kann auch hier betoniert werden (Transportbeton, Betonpumpe, Verdichtung mittels Flaschenrüttler). Allen Betonarbeiten ist dabei gemein, dass der frische Beton vor zu schneller Austrocknung (Sonne, Wind) geschützt werden muss, da er sonst Risse bekommt. Am besten geschieht dies nach dem „Anziehen“ des Frischbetons durch Abdeckung mit einer Folie. Alle Arbeiten an einem Keller sollten fachgerecht und sorgfältig ausgeführt werden, sonst sind spätere Bauschäden vor-programmiert. An wichtigen Werkzeugen für den Kellerbau werden benötigt: Bohrmaschine, Akkuschrauber, Handkreissäge, Tischkreissäge (Schalungsarbeiten); Trennschleifer, Bolzenschneider, Zange (Bewehrung); Hammer, Meißel, Bohrhammer (Durchbrüche).


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