Im Gegensatz zu früher, als für ein Blockhaus noch einzelne Stämme von Hand bearbeitet wurden, kommen heute die Einzelteile eines Blockhaus komplett zugeschnitten, profiliert, kammergetrocknet und durchnummeriert auf die Baustelle. Die einzelnen Bauteile müssen „nur“ noch zusammengesteckt werden; hilfreich hierbei ist die vor erwähnte Nummerierung der einzelnen Hölzer und ein detaillierter Aufbauplan. In den meisten Fällen wird dem Bauherrn hierfür seitens der Herstellerfirma auch ein sog. Richtmeister zur Seite gestellt. Der Bauherr seinerseits hat genügend Bauhelfer zu stellen, da doch viele Arbeiten von Hand zu erledigen sind (je mehr Hände, desto leichter und schneller die Arbeit). Auf einer zuvor hergestellten Kellerdecke bzw. Bodensohle kann dann mit dem Aufbau des Blockhauses begonnen werden.
Hierbei ist es schon von entscheidender Bedeutung, wo und wie die vom Hersteller angelieferten Hölzer abgeladen und sortiert werden. Als erstes werden die sog. Lagerhölzer verlegt, die für einen höhengleichen Fußpunkt der aufzustellenden Wände sorgen; sie werden durch untergelegte Folien vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt und meist mittels spezieller Metallwinkel und Schwerlastdübel zugfest mit dem Untergrund verbunden (Bohrhammer). Darauf kann dann mit dem Aufbau der einzelnen Holzwände begonnen werden; hierbei ist die richtige Reihenfolge zu beachten. Da die Ecken eines Blockhauses meist eine spezielle Verzahnung haben, sind die Wände im Gesamten, Lage für Lage, herzustellen. In gewissen Abständen (Lagen) werden zum „Zusammenziehen“ der Bohlenlagen meist spezielle Holzdübel in bereits vorgebohrte Löcher eingeschlagen. Bei anderen Herstellern können dafür auch metallische Zuganker zum Einsatz kommen. Da Holz ein „lebender“ Werkstoff ist, lässt es sich beim Zusammensetzen der einzelnen Lagen meist nicht vermeiden, auch mal mit dem Vorschlaghammer nachzuhelfen (dabei Restbohlenstück auflegen, um Profilierung zu schützen). Um kleinere Passungenauigkeiten ausgleichen zu können, kann es auch nicht schaden, eine Kettensäge auf der Baustelle vorzuhalten oder auch eine Bohrmaschine mit Schlangenbohrer, um z.B. Löcher nachbohren zu können. Nach dem Aufstellen der Erdgeschoßwände wird die Decke aufgelegt; da diese bei vielen Herstellern aus relativ großen und schweren Tafeln besteht, wird hierfür meist ein Kran eingesetzt. Weil die Decke auch statische Aufgaben erfüllen muss, z.B. durch Ausführung als aussteifende „Scheibe“, sollte dieser Teil, wie auch das anschließende Richten des Daches am Besten Profis überlassen werden. Mit der Mithilfe beim Decken des Daches und bei den Innenausbauarbeiten des Hauses bleibt dem Selbstbauer noch genügend Betätigungspotenzial.