Traditionell wird hierzulande die Wasser- und Gasleitungsinstallation im Bereich EFH mittels Kupferrohren hergestellt. Daneben kommen aber auch noch Kunststoffrohre, teilweise Kunstsoff-verbundrohre (integrierte Metallfolie) und auch verzinkte Metallrohre zum Einsatz. In Zeiten des Zwangs zum Sparen, werden diese Installationsarbeiten zunehmend im DIY-Verfahren angegangen.
Da der Antrag und die Abnahme zum Anschluss an das öffentliche Netz von einem konzessionierten Hand-werksbetrieb erfolgen muss, sollte sich der Bauherr frühzeitig mit einem solchen Betrieb zusammen-setzen; meist sind diese bereit dem Selbstbauer mit Planung und Rat beizustehen, wenn das Material bei Ihnen bezogen wird. Welche Installationsart (Kupfer) ist für den Selbstbauer nun am besten geeignet ? Hier seien zuerst einmal die Wichtigsten genannt: die Bekannteste ist wohl das Löten von Kupferrohren; hier werden Rohre mittels Verbindungsstücken (Fittings in allen Variationen) unter Hitze und unter Verwendung von speziellem Zinnlot bzw. Flussmitteln (Lötfett) miteinander verbunden.Für den im Löten ungeübten Selbstbauer ist es aber sehr schwierig, eine druckfeste, haltbare Verbindung herzustellen. Besser geeignet sind sog. Klemmringverschraubungen, bei denen die Rohre mittels spezieller Schraubfittings verbunden werden. Der Selbstbauer benötigt hierfür nur entsprechende Schraubenschlüssel. In den letzten Jahren hat sich (auch bei Handwerkern) das sog. Verpressen von Verbindungen mehr und mehr durchgesetzt. Hierbei werden spezielle Verbindungs-muffen mittels eines Verpresswerkzeuges (Elektro- bzw. Akkugerät) und jeweils für die verschiedenen Durchmesser geeigneter Pressbacken, eingesetzt. Da der Presszyklus zwangsgeführt ist, d.h. nach Aufsetzen der Backen läuft der Pressprozess automatisch mit vorgegebener Schubkraft ab, ist die Verbindung von Rohren auch für einen Laien einfach und sicher ausführbar. Diese Art der Rohrver-bindung scheint also die für den Selbstbauer die Geeigneteste zu sein (ideal wäre es natürlich, wenn das Gerät (sehr teuer) vom Handwerksbetrieb geliehen werden kann). Mit entsprechender Planung und Hilfe bei Problemen seitens des Profis, sollte die gesamte Installation der Rohrleitungen (Wasser-, Heizungs-, Gasleitungen) eines Einfamilienhauses für den Selbstbauer keine unlösbare Aufgabe darstellen.. Bei sonstigen Schraubarbeiten, die bei der Installation notwendig sind, bieten sich zur Abdichtung Teflonbänder bzw. das Umwickeln mit Hanf an. Aber auch derjenige, der sich die gesamte Installation nicht zutraut, oder nicht die Zeit dafür hat, kann durch Mithilfe Geld einsparen. So lassen sich die Vorbereitungen zur Verlegung der Leitungen: Schlitze stemmen (Schleifmaschine (Trennschleifer), Hammer und Meißel), Wand- und Deckendurchbrüche herstellen (Bohrhammer), usw., auch von Bauherrn mit wenig handwerklichem Geschick erledigen.