Wenn es um den Anschluss an das Internet geht, dann spielt in der Regel der Telefonanschluss die Hauptrolle hierbei. Doch nicht nur über diesen Anschluss kann eine Breitbandverbindung ins Internet aufgebaut werden, auch über die Steckdose kann theoretisch und auch praktisch eine Internetverbindung aufgebaut werden.
Die Technik dahinter nennt sich Powerline und galt zum Zeitpunkt der ersten Entwicklungen in diesem Bereich als wahre Innovation, welche eine große Zukunft vor sich hat. Doch mittlerweile erscheint diese Technik in einem ganz anderen Licht und die sehr großen Erwartungen einiger Fachleute in diese Technik wurden bei weitem nicht erfüllt.
Die Theorie hinter dieser Technik ist recht einfach erklärt. Anstatt den Frequenzbereich im Telefonnetz zu nutzen, wie etwa bei DSL, nutzt Powerline das Stromnetz für den Datenaustausch, sodass die Verbindung direkt aus der Steckdose kommen kann. Die Vorteile sind natürlich eindeutig, mit der Verbindung aus der Steckdose könnte sich der Verbraucher überall auf einfachste Weise ins Internet einklinken, ohne dass eine Telefonbuchse nötig ist.
Mittlerweile ist dieser Vorteil aber natürlich schon längst überholt, denn dank der raschen Verbreitung von W-LAN benötigt der Verbraucher ohnehin keinen direkten Anschluss per Kabel mehr, sondern kann die Daten bequem per Funknetz empfangen. Dazu ist innerhalb von Häusern gerade einmal eine Funkstation alle 25 Meter notwendig.
Dagegen präsentiert sich bei der Powerline eher die Nachteile. Beispielsweise die geringeren Datentransferraten, welche mittlerweile weit hinter dem liegen, was DSL Flats zur Zeit auf die Beine stellen können. Weitaus nachteiliger allerdings wirkt sich die geringe Verbreitung aus. In gerade einmal nur fünf Städten ist Powerline verfügbar, in denen der Verbraucher aber ebenso Zugang zum herkömmlichen DSL hätte.
Eine andere Variante der Powerline ist aber noch die Möglichkeit, dass der Empfang der Daten zuerst einmal klassisch per DSL über Telefonanschluss ins Haus gelangt und vor dort aus erst über die Steckdosen verteilt werden. Dieses inhouse Powerline hat aber ebenfalls aufgrund von W-Lan seine Attraktivität verloren.