Der Sommer geht schneller zu Ende, als es manchem lieb sein wird. Aber es ist eine Tatsache: Die Adventszeit und Weihnachten stehen vor der Tür. Das ist der ideale Anlass wieder christliche Gedichte
auszupacken und die Lieben daheim damit zu erfreuen. Gerade christliche Weihnachtsgedichte gibt es in großer Anzahl. Wohl eines der bekanntesten Gedichte stammt von Theodor Storm. Es trägt den Namen „Knecht Rupprecht“. Sicher jedermann werden diese Zeilen bekannt vorkommen:
„Von drauß’ vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor“
Der Autor verfasste dieses Gedicht im Jahre 1862. Obwohl er gebürtiger Schleswig-Holsteiner war, verfasste er diese Zeilen bei einem Aufenthalt in Thüringen. Ein anderes, sehr bekanntes Werk stammt von Anna Ritter (1865 – 1921). Sie brachte die folgenden Verse zu Papier:
„Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rot gefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.“
Sicher schon unter vielen Tannenbäumen wurden diese beiden Gedichte verlesen. Sie gehören zum Kulturgut einfach mit dazu. Wenn man noch die große Zahl an weihnachtlichen Liedern dazu nimmt, so gibt es kein christliches Fest, welches ein größeres Repertoire an Reimeskunst vorzuweisen hätte als das Weihnachtsfest.